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Musikfestspiele
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Osterfestspiele 2017
der Berliner Philharmoniker in Baden – Baden

7. - 17. April 2017

Festspielhaus Baden-Baden

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Festspielhaus Baden-Baden
(Homepage)

Musikalisches Gipfeltreffen 

Von Christoph Wurzel / Fotos von Jochen Klenk und Christoph Wurzel

Der Frühling ist schon da. Nun braucht nur noch Ostern zu kommen. Dann herrscht in Baden-Baden die schönste Festspielzeit. 2017 feiern die Osterfestspiele hier ein kleines Jubiläum. Vor fünf Jahren gelang Intendant Andreas Mölich-Zebhauser der Coup, die Berliner Philharmoniker   mit den Osterfestspielen in Salzburg abzuwerben und für jährlich zehn Festspieltage zur selben Zeit ans  Festspielhaus im Badischen zu verpflichten. Dabei haben beide Seiten nur gewonnen: Baden-Baden das dichteste und auch interessanteste Musikprogramm der ganzen Saison, die Philharmoniker die Gelegenheit sich täglich bei mindestens drei Konzertterminen in den verschiedensten Formationen in prächtigen Konzertsälen im überschaubaren Radius der Kurstadt zu präsentieren. Und was man aus den vergangenen Jahren weiß, fühlen sich die Berliner hier immer wieder wohl.
 
Die Vorbereitungen laufen schon (Foto: Christoph Wurzel)
 
Die seit nunmehr fünf Jahren bewährte Programmdramaturgie der Osterfestspiele ruht auf drei Hauptsäulen: Oper, großes Konzert und Kammermusik. Als nicht unwesentliche Zugabe gibt es ein Kinder- und Jugendprogramm; ein  Gebiet  auf dem das Festspielhaus auch über die ganze Saison hinweg mit rund einem Dutzend Angeboten beispielhaften Einsatz leistet. Gemeinsam mit  dem Education-Programm der Philharmoniker treffen sich bei den Osterfestspielen hier absolut Gleichgesinnte - sicherlich auch ein besonderes Merkmal dieser Festspiele.

Hier das diesjährige Programm in Grundzügen: Nach seinem überhaupt ersten Dirigat einer Puccini-Oper ( 2014 Manon Lescaux - siehe unsere Rezension) kehrt Simon Rattle in diesem Jahr mit Tosca zu Giacomo Puccini zurück.   Mit Kristīne Opolais in der Titelrolle, Marcelo Álvarez als Cavaradossi und Evgeny Nikitin als Scarpia ist die Produktion in der Regie von Philipp Himmelmann prominent besetzt. Große Oper im Festspielhaus wird es an vier Abenden geben. Daneben steht regelmäßig noch eine Kammeroper auf dem Programm der Osterfestspiele, die im   kleinen aber feinen Baden-Badener Theater gegeben wird, einem traditionsreichen Bau, der in seiner Geschichte immerhin zwei Musiktheater-Uraufführungen verzeichnet: 1862 Béatrice et Bénédict von Berlioz zur Eröffnung und 1869 La princesse de Trébizinde von Offenbach. Beide Werke wurden auch jeweils von ihren Komponisten dirigiert. In diesem Jahr gibt es eine Kammerversion von Bizets  Carmen  des britischen Theatermacher Peter Brook aus den 1980er Jahren. Diese Produktion werden wie auch in den vergangenen Jahren junge Musikerinnen und Musiker bestreiten, Stipendiaten der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker sowie Gesangssolisten baden-württembergischer Musikhochschulen.

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Theater (Foto: Christoph Wurzel)

Mit fünfzehn Konzerten in kleiner Besetzung stellen sich die Musikerinnen und Musiker solistisch vor - entweder in Kammermusikformationen oder in Ensembles, die teilweise schon langjährige Auftrittserfahrung mitbringen oder sich auch eigens für die Osterfestspiele zusammenfinden. Hier reicht die Programmspanne von der Renaissance bis in die Gegenwart, bietet Musik für Streicher, Bläser oder Klavier und berücksichtigt besonders auch die Jubilare des Jahres von Claudio Monteverdi über Carl Philipp Telemann bis hin zu John Adams. Also für jeden etwas und zudem in den schönsten kleineren Sälen und Kirchenräumen der Stadt, wie etwa dem Casino, dem Burdamuseum oder  einer Jugendstilkirche.

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Programm-Pressekonferenz mit Andreas Mölich-Zebhauser, Simon Rattle und Philipp Himmelmann (Foto: Jochen Klenk)

Von den vier Sinfoniekonzerte dirigiert Simon Rattle zwei mit Werken u. a. von Bartók, Dvořák und Mahler. Zubin Mehta und Pinkas Zukermann wiederholen das Berliner Konzert für den Bundespräsidenten mit Werken von Elgar und Tschaikowsky. Mit großer Spannung wird erwartet (und ist entsprechend ausverkauft) eines der bisher seltenen Konzerte Kirill Petrenkos mit den Berliner Philharmonikern, bevor er deren Leitung als Chefdirigent 2018 übernehmen wird. Und gemeinsam mit dem Bundesjugendorchester steht ein fünfter Konzertabend auf dem Programm der als „Musikfest“ ein facettenreiches Programm aus Bearbeitungen, Chansons (mit Anne Sofie von Otter)  und einer Sinfonie bietet und wieder von Simon Rattle geleitet wird.

Als kürzlich die G20-Finanzminister in Baden-Baden mit großem Aufwand tagten, kam nicht viel heraus. Misstöne waren nicht zu überhören, außer Spesen war sonst nicht viel gewesen. Der Output beim musikalischen Gipfeltreffen der Berliner Philharmoniker mit etlichen Stars des Musikbetriebs zu Ostern dürfte größer sein. Und mit Sicherheit wesentlich wohl klingender.


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Unsere Rezensionen:

Tosca

Sinfoniekonzerte
mit Zubin Mehta,
Kyrill Petrenko und
Simon Rattle
sowie den Solisten
Lisa Batiashvili,
Georg Nigl und
Pinkas Zukermann

Kammeroper
La tragédie de Carmen

Meisterkonzerte der
Berliner Philharmoniker

Musikfest mit den
Berliner Philharmonikern,
dem Bundesjugendorchester,
Anne Sofie von Otter
und Simon Rattle


Weitere Informationen
erhalten Sie vom
Festspielhaus Baden-Baden
(Homepage)




Da capo al Fine

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