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Bregenzer Festspiele

19.07.2017 - 20.08.2017

 

Von Thomas Molke / Fotos: © Bregenzer Festspiele

Zum mittlerweile 72. Mal finden in Bregenz am Bodensee in diesem Sommer die Bregenzer Festspiele statt. Was 1946 auf zwei Kieskähnen, von denen einer für die Bühnenaufbauten von Mozarts Jugendwerk Bastien und Bastienne bestimmt war und der andere dem Orchester diente, hat sich mittlerweile zu einem Festival mit mehreren Spielstätten auf und um den Bodensee ausgeweitet, das jedes Jahr über 200.000 Besucher aus Nah und Fern anlockt. Während auf der Seebühne opulente Oper für fast 7.000 Besucher geboten werden kann, widmet man sich im 1980 vollendeten Festspielhaus mit 1.656 Sitzplätzen eher Opernraritäten und schafft damit ein künstlerisches Gegengewicht. An insgesamt fünf Spielorten erwartet die Zuschauer auch in diesem Jahr wieder eine enorme Bandbreite.

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Die Seebühne während der Vorbereitung der diesjährigen Produktion Carmen.

Den Anfang macht am 19. Juli 2017 eine Neuproduktion von Georges Bizets Oper Carmen, natürlich auf der Seebühne. Für die Inszenierung zeichnet Kasper Holten, der Intendant des Londoner Royal Opera House, verantwortlich. Das Bühnenbild entwirft die britische Künstlerin Es Devlin, die bereits schon häufig mit Holten zusammengearbeitet hat. In der Titelpartie sind alternierend Gaëlle Arquez, Lena Belkina und Annalisa Stroppa zu erleben. Die Partie des Don José übernehmen Daniel Johansson, Martin Muehle und Arnold Rawls. Den Torero Escamillo geben Andrew Foster-Williams, Scott Hendricks und Kostas Smoriginas. Micaëla wird von Cristina Pasaroiu Melissa Petit und Elene Tsallagova interpretiert. Die musikalische Leitung der Wiener Symphoniker übernehmen Paolo Carignani und Jordan de Souza. (Weitere Termine: 21. - 23., 25. - 30. Juli 2017, 1. - 6., 8. - 13. und 15. - 20. August 2017 jeweils um 21.15 Uhr)

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Das Festspielhaus von außen

Einen Tag später hat dann als Koproduktion mit der Oper Köln Gioachino Rossinis Oper Moses in Ägypten (Mosè in Egitto) um 19.30 Uhr im Festspielhaus Premiere. Mit der Wahl des alttestamentarischen Stoffes umging Rossini 1819 das Verbot, Opern während der Fastenzeit aufzuführen. Das berührende Gebet der gefangenen Israeliten hatte lange Zeit ähnliche Popularität wie der berühmte Gefangenenchor aus Verdis Nabucco. Die niederländische Regisseurin Lotte de Beer bringt den biblischen Stoff über die Spaltung des roten Meeres mit dem Theaterkollektiv Hotel Modern auf die Bühne und lässt dabei mit abgefilmten Objekten und Miniaturpuppen eine eigene Realität entstehen. In der Titelpartie ist Goran Juric zu erleben. Die Rolle des Faraone übernimmt Andrew Foster-Williams. Das junge Liebespaar, die Hebräerin Elcia und der Sohn des Pharaos, werden von Clarissa Costanzo und Sunnyboy Dladla interpretiert. Die musikalische Leitung der Wiener Philharmoniker übernimmt Enrique Mazzola. (Weitere Termine: 23. Juli 2017 um 11.00 Uhr und 31. Juli 2017 um 19.30 Uhr)

Als dritte große Opernproduktion hat dann Wolfgang Amadeus Mozarts Die Hochzeit des Figaro am 14. August 2017 um 19.30 Uhr im Vorarlberger Landestheater Premiere. Zum dritten Mal erarbeiten hierbei nach Così fan tutte 2015 und Don Giovanni 2016 junge Sängerinnen und Sänger im Opernstudio der Bregenzer Festspiele eine Oper von Mozart und da Ponte. Wie schon bei Così fan tutte führt auch bei dieser Produktion Jörg Lichtenstein Regie. Musikalisch begleitet wird die Aufführung vom Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung von Vincenzo Neri. (Weitere Termine: 15., 17. und 19. August 2017 jeweils um 19.30 Uhr)

Auf der Werkstattbühne ist dann am 16. August 2017 um 20.00 Uhr die Kammeroper To the Lighthouse von Zesses Seglias als Uraufführung zu erleben. Das Libretto basiert auf dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf. Seglias hat die Oper gemeinsam mit dem Regisseur Ernst Marianne Binder entwickelt. Die musikalische Leitung des Symphonieorchesters Vorarlberg übernimmt Claire Levacher. (Weiterer Termin: 18. August 2017 um 20.00 Uhr)

Ergänzt wird das Programm durch weitere Konzerte und The Situation, einem Stück von Yael Ronen & Ensemble in englischer, deutscher, hebräischer und arabischer Sprache, in dem die politische Lage im Nahen Osten unter die Lupe genommen wird. (Termine: 26. und 27. Juli 2017 jeweils um 19.30 Uhr)

Das vollständige Programm der Festspiele finden Sie hier.

 

 

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Rezensionen:

 

 

Carmen

Moses in Ägypten

 

 

 

 



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