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Musikfestspiele
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Innsbrucker Festwochen der Alten Musik
24.07.2026 - 30.08.2026


Il pomo d'oro Teil 1

Oper in fünf Akten und einem Prolog
Libretto von Francesco Sbarra
Musik von Pietro Antonio Cesti (Rekonstruktion der Musik der verschollenen Akte III und V von Ottavio Dantone)

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Aufführungsdauer: ca. 3 h 45' (eine Pause)

Premiere im Tiroler Landestheater in Innsbruck am 7. August 2026
(rezensierte Aufführung: 11. August 2026)




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Opulentes Jubiläums-Spektakel

Von Thomas Molke / Fotos: © Birgit Gufler / Innsbrucker Festwochen

Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Da verwundert es nicht, dass auch im Bereich der Oper etwas ganz besonders Außergewöhnliches auf dem Spielplan stehen muss. Dass die Wahl auf ein Werk von Pietro Antonio Cesti gefallen ist, ist naheliegend, da er für Innsbruck eine ganz besondere Bedeutung hat. Schließlich hat ihn der Tiroler Erzherzog Ferdinand Karl dorthin als Hofkapellmeister geholt und für seine Werke ein kostspieliges Logentheater nach italienischem Vorbild bauen lassen. Aber die Wahl ist nicht auf ein Werk Cestis gefallen, das in Innsbruck seine Uraufführung erlebt hat, sondern eine Oper, die erst nach Cestis Zeit in Innsbruck entstand, dafür aber alles bisher Dagewesene übertraf: Il pomo d'oro. Mit ihrer Länge von acht Stunden stellt sie selbst die Werke Richard Wagners in den Schatten, sieht man einmal vom Ring des Nibelungen ab, der zwar in der Gesamtdauer länger ist, dafür aber aus einzelnen abgeschlossenen Teilen besteht. Cestis Oper feierte am 13. und 14. Juli 1668 auf zwei Abende verteilt in Wien am Theater auf der Cortina ihre Uraufführung und stellt das größte Musiktheaterereignis der Barockzeit dar. Geplant war das Werk eigentlich für die Hochzeitsfeierlichkeiten von Kaiser Leopold I. mit der Infantin Margarita Teresa von Spanien 1666. Aber das eigens dafür errichtete Theater wurde nicht rechtzeitig fertig, so dass die Oper auf den Winter 1667/1668 verschoben wurde. Anlass sollte nun die Geburt des Thronfolgers sein. Da dieser aber bereits am 3. Januar 1668 starb, musste das Projekt erneut verschoben werden und kam schließlich anlässlich der Geburtstagsfeierlichkeiten der Kaiserin heraus. Die Aufführung blieb mit über 47 Rollen, relativ großem Orchesterapparat und mehr als 23 verschiedenen Bühnenbildern einmalig. Lange Zeit galt sie später auch deshalb als unaufführbar, weil die Musik des dritten und fünften Aktes verschollen war. Der musikalische Leiter der Festwochen, Ottavio Dantone, hat nun aus anderen Werken Cestis, vorhandenen Fragmenten aus der Bibliothek in Modena und der Prosodie des Librettos die fehlende Musik rekonstruiert, so dass das Werk anlässlich des Jubiläums in Innsbruck nun erstmals nach der Uraufführung komplett gespielt werden kann.

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Venere (Jone Martínez, oben) verspricht Paride (Mauro Borgioni, rechts) die schönste Frau der Welt und erhält dafür den goldenen Apfel (auf der linken Seite: Rocco Cavalluzzi als Momo)

Es mag ein wenig verwundern, dass es acht Stunden dauern soll, die Geschichte über den berühmten goldenen Apfel zu erzählen, den die Göttin der Zwietracht, Discordia, bei der Hochzeit von Peleus und Thetis für die Schönste der Göttinnen in den Saal wirft, was einen Streit zwischen Juno (Giunone), Minerva (Pallade) und Venus (Venere) auslöst, den der trojanische Prinz Paris (Paride) schlichten soll. Immerhin ist die bekannte Handlung eigentlich bereits am Ende des ersten Aktes erzählt. Venere erhält den Apfel, weil sie Paride Helena, die schönste Frau der Erde, als Lohn verspricht. Doch für Cesti und seinen Librettisten Francesco Sbarra ist die Geschichte mit dem Urteil noch lange nicht zu Ende, und sie fügen zahlreiche mythologische Verwicklungen hinzu, die sie nicht aus antiken Quellen übernommen haben. So tritt beispielsweise der athenische König Cecrops (Cecrope) auf, der auf Pallades Befehl die Schmach der Zurückweisung rächen und Paride bestrafen soll. Cecrope ist mit Alceste verheiratet, die ihm aus Treue in den Krieg folgt. Es kommt zu diversen Schlachten, die mit dem eigentlichen Trojanischen Krieg nichts zu tun haben. Die Nymphe Oenone (Ennone) kommt zwar als Geliebte des Paride in der antiken Mythologie vor und wird von ihm verlassen, als Venere ihm Helena verspricht. Der Hirte Aurindo, der unsterblich in Ennone verliebt ist und diese am Ende auch für sich gewinnt, ist aber reine Erfindung von Cesti und Sbarra. Natürlich darf auch das übliche Lob des Herrschers nicht fehlen, so stimmen die Göttinnen am Ende Gioves Vorschlag zu, der Personifizierung Europas, der Kaiserin Margarita Teresa von Spanien, den Apfel zu überreichen, was ein neues Goldenes Zeitalter voller Frieden, Wohlstand und Ruhm heraufbeschwören soll.

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Die Götter in opulentem Prunk (vorne von links: Bacco (Balász Bán), Momo (Rocco Cavalluzzi), Nettuno (Federico D. E. Sacchi), Giunone (Sophie Rennert), Venere (Jone Martínez), Giove (Giacomo Nanni), Apollo (Filippo Mineccia) Pallade (Shira Patchornik), Marte (Žiga Čopi) und Mercurio (Margherita Maria Sala), oben: Ganimede (Paul Figuier) und Hebe (Jiayu Jin)

Am ersten Abend werden der Prolog und die ersten beiden Akte gezeigt. Der zweite Akt endet damit, dass Athene die allegorischen Figuren Kunst und Wissenschaft dazu auffordert, gemeinsam mit den Athenern und Cecrope zu den Waffen zu greifen und Paride zu verfolgen. Obwohl die beiden Partien der Kunst und der Wissenschaft im Personenverzeichnis nicht aufgeführt sind, kommt das Programmheft auf 47 Figuren, die von 20 Solistinnen und Solisten interpretiert werden. Hinzu kommen der 2000 gegründete Chor NovoCanto, der von Brigitte Wurzer einstudiert wurde, das Street Motion Studio und die Compagnia Fattoria Vittadini, die Tanzeinlagen zum Spektakel beisteuern. Das Regie-Team um Fabio Ceresa trägt zum einen der Opulenz der Vorlage Rechnung, wenn die Welt der Göttinnen und Götter gezeichnet wird, und zeigt zum anderen eine relativ realistische moderne Welt, wenn es um die Menschen geht. Bühnenbildner Nikolaus Webern nutzt dafür die Möglichkeiten der Bühne mit Drehbühne, Unterbühne, hereinfliegenden Figuren und Bühnenelementen, die aus dem Schnürboden herabgelassen werden, voll aus. Auch Kostümdesigner Giuseppe Palella schöpft, was die Opulenz betrifft, aus dem Vollen. Schon im Prolog wird optisch einiges aufgefahren. Eigentlich handelt der Prolog ja nur von einem Loblied auf Leopold I. und seine Gattin, das von den Personifikationen der habsburgisch-kaiserlichen Territorien angestimmt wird. Doch Ceresa inszeniert diesen Prolog als große Miss-Wahl, bei der die Damen mit Schärpen aus den einzelnen Gebieten vor einem glitzernden Faden-Vorhang auftreten. Auch die Show-Treppe darf hierbei nicht fehlen. Himeneo, der Gott der Hochzeit, und Amore sollen diese Wahl moderieren, die von Gloria Austriaca, die aus dem Schnürboden herabfliegt, geleitet wird. Das Zepter der Gloria Austriaca hat bereits als Zeichen den goldenen Apfel, um den es im folgenden Stück gehen wird. Die Damen begehren allesamt das Diadem der Gloria Austriaca und das Zepter und warten sehnsüchtig darauf, dass Amore den Umschlag öffnet, der das Ergebnis verkünden soll. Doch der Zettel ist leer. Somit ist der Grundkonflikt schon im Prolog gelegt und wird im folgenden Stück fortgesetzt.

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Proserpina (Neima Fischer) und Plutone (José Coca Loza) haben Streit.

Der erste Akt beginnt nicht direkt mit der Hochzeit, sondern startet in der Unterwelt. Proserpina beklagt ihr Dasein, nachdem sie von Plutone geraubt worden ist. Webern hat hier ein faszinierendes Bühnenbild mit kreisrunden Bögen entworfen, die den Ort als düsteren Platz darstellen, der im Gegensatz zur königlichen Kleidung von Proserpina und Plutone steht. Umgeben sind sie von zahlreichen kleinen Teufeln. Plutone versucht, Proserpina zu trösten, indem er die Vorzüge seines Reiches anpreist, doch Proserpina wirft ihm vor, dass dem Reich der Glanz fehle, den der Olymp besitze. Damit trifft sie einen wunden Punkt bei ihrem Gatten, der von der auf einem Drachenwagen hereinfliegenden Discordia noch befeuert wird. Auch sie hat wegen der fehlenden Einladung zur göttlichen Hochzeit noch eine Rechnung mit dem Höchsten der Götter offen und will mit dem goldenen Apfel Zwietracht säen. Plutone und Proserpina sind von dem Vorhaben begeistert. Die Szene wechselt in den Olymp. Hier ist alles hell und majestätisch mit den runden Bögen und Wolken aber ähnlich surreal wie die Unterwelt. Auch die Göttinnen und Götter sind in äußerst opulente Kostüme gekleidet, die ihre gehobene Stellung unterstreichen und ihre Attribute hervorheben. Es geht dort sehr dekadent zu, was von Momo, dem Gott des Tadels und des Spotts, heftig kritisiert wird. In einer Nebenhandlung erlebt man, wie Ganimede durch eine Intrige Hebe ihres Amtes als Mundschenkin beraubt und selbst zum Liebling Gioves avanciert. Nahezu unbemerkt fliegt Discordia herein und lässt den Apfel fallen, der in Veneres Schoß landet. Sofort kommt es zum Streit der drei Göttinnen, den Giove nicht schlichten kann oder will. Es muss also ein Sterblicher her, der die Entscheidung fällen soll.

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Mercurio (Margherita Maria Sala) erscheint Paride (Mauro Borgioni) und Ennone (Mathilde Ortscheidt).

Die nächste Szene zeigt nun keinen Wald auf dem Berg Ida sondern eine relativ modern eingerichtete Wohnung mit einem Schlafzimmer und einem Bad. Hier haben Paride und Ennone gerade eine leidenschaftliche Liebesnacht verbracht, und ihr Glück scheint perfekt. Paride plant Ennone zu heiraten und versteckt einen Ehering unter ihrem Kopfkissen, während sie im Bad ist. Doch in dieses traute Glück, platzt Mercurio herein, der auf dem Dach des Hauses landet und Paride den Auftrag erteilt, den Göttinnenstreit zu schlichten und ein Urteil zu fällen, wem der Apfel gebührt. Während er pflichtbewusst Ennone verlässt, gerät sie bereits in Sorge, ob dies das Ende ihrer glücklichen Beziehung sein könnte. Durch Einsatz der Drehbühne wechselt die Szene zu Aurindo, der hier kein Schäfer sondern ein Dienstbote im Haus Ennones ist und beim Putzen des Geschirrs seine unerfüllte Liebe beklagt. Hier tritt nun auch Ennones Amme Filaura auf, die von dem Tenor Alberto Allegrezza gesungen wird, der in ein fülliges Kostüm gesteckt ist und der Figur sehr komödiantische und teilweise auch zotenhafte Züge verleiht. Die Wohnung versinkt im Bühnenboden und verwandelt sich in eine göttliche Ebene, in der die Göttinnen Paride erscheinen und ihn umwerben. Dazu wird jeweils eine Schatzkiste aufgefahren. Giunones Kiste ist mit Geld gefüllt, in dem Momo, der Paride begleitet, begeistert badet. In Pallades Truhe befinden sich zahlreiche Maschinengewehre. Doch aus Veneres Schatzkiste steigen zahlreiche Frauen heraus. Eine trägt ein silbern glänzendes Diadem und fasziniert Paride ganz besonders. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um eine Vision Helenas. Jedenfalls spricht er Venere den Apfel zu und macht sich sofort auf den Weg, um Helena zu suchen.

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Filaura (Alberto Allegrezza) mit zwei Tänzern

Der zweite Akt beginnt nun mit Parides Aufbruch. Hier wird er sehr negativ gezeichnet, da er Ennone Liebe vorheuchelt, dabei aber eiskalt den Plan verfolgt, sie für Helena zu verlassen. Filaura erhält eine wunderbar komische Szene, in der sie sich über die Verliebten lustig macht und ihren Schabernack mit zwei gut gebauten Tänzern treibt. Dann geht es wieder in die Unterwelt, dieses Mal zum Fährmann Caronte, der mit den kleinen Teufeln einsam in einem Boot darauf wartet, dass jemand kommt, um den Styx zu überqueren. Aber es tauchen nur die drei Furien Megera, Tesifone und Aletto auf, die ihn mit neuestem Klatsch und Tratsch versorgen und versprechen, dass ein bald aufziehender Krieg für ausreichend Kundschaft sorgen werde. Auch diese Szene gehört zu den komischen Momenten des Stückes. Danach wird es allerdings düster. Jetzt führt die Geschichte zu Cecrope, dem König von Athen, der in modernem Kostüm vor einer Silhouette von Wolkenkratzern gezeigt wird. Ihm erscheint Pallade und fordert ihn auf, gegen Paride in den Krieg zu ziehen und ihre Ehre zu verteidigen. Cecrope und sein Volk, das von dem Ensemble NovoCanto dargestellt wird, zeigen sich sofort kampfbereit. Nur Alceste scheint nicht damit einverstanden zu sein, dass ihr Mann sie wieder verlassen will. Sie ringt ihm in einem betörenden Duett das Versprechen ab, mit ihm in den Krieg ziehen zu dürfen. Dabei steht ihr strenges Manager-Outfit in starkem Kontrast zu den zarten Tönen der Musik. Die Gefahren des drohenden Krieges werden mit einem rötlich schimmernden Bühnenhintergrund, Donnergrollen und Blitzen angedeutet, die die Harmonie des Duettes überlagern.

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Alceste (Margherita Maria Sala) will ihren Gatten Cecrope (Federico D. E. Sacchi) in den Krieg begleiten.

Dies alles wird von der Accademia Bizantina unter der Leitung von Ottavio Dantone musikalisch hervorragend umgesetzt, so dass in den gut 3 Stunden und 45 Minuten kein Moment der Langeweile entsteht. Die Solistinnen und Solisten und der Chor NovoCanto bewegen sich auf hohem Niveau und zeigen sich absolut spielfreudig bei der Umsetzung des Spektakels. Musikalisch interessant ist, dass die beiden Liebespaare Paride / Ennone und Cecrope / Alceste mit relativ dunkel gefärbten Stimmen besetzt sind. Mathilde Ortscheidt verfügt als Ennone über einen dunklen Alt, der wunderbar mit Mauro Borgionis Bariton als Paride harmoniert. Da wundert es nicht, dass sie für den weichen und warmen Countertenor von Rémy Brès-Feuillet als Aurindo nichts empfindet. Noch tiefer sind Margarita Maria Salas Contralto als Alceste und Federico D. E. Sacchis Bass als Cecrope gehalten, was den beiden eine sehr innige Verbindung gibt. Rocco Cavalluzzi begeistert als spöttelnder Momo mit dunklem Bass und humorvollem Spiel. Jone Martínez stattet die Göttin Venere mit verführerischem Sopran aus, während Shira Patchorniks Sopran als Athene wesentlich kämpferischer angelegt ist. Sophie Rennert manifestiert Giunones Vormachtstellung mit sattem Mezzosopran. Mit Spannung darf auf den zweiten Teil gewartet werden.

Zu Teil 2

FAZIT

Dieses opulente Opernspektakel ist des 50-jährigen Jubiläums der Festwochen absolut würdig.

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Produktionsteam

Musikalische Leitung
Ottavio Dantone

Regie
Fabio Ceresa

Bühne
Nikolaus Webern

Kostüme
Giuseppe Palella

Choreographie
Davide Riminucci

Lichtdesign
George Tellos

Choreinstudierung
Brigitte Wurzer



Accademia Bizantina

NovoCanto

Street Motion Studio

Compagnia Fattoria Vittadini


Solistinnen und Solisten

Gloria Austriaca / Giunone
Sophie Rennert

Spagna / Venere
Jone Martínez

Sardigna / Pallade
Shira Patchornik

Amore / Hebe / Zeffiro
Jiayu Jin

Proserpina / Tesifone / Aglaie
Neima Fischer

Discordia / Aletto / Eufrosine
Ester Ferraro

Ennone
Mathilde Ortscheidt

Italia / Mercurio / Alceste
Margherita Maria Sala

Himeneo / Apollo / Adrasto
Filippo Mineccia

Aurindo
Rémy Brès-Feuillet

Boemia / Ganimede / Elemento del foco
Paul Figuier

Megera / Volturno / Pasithea
Danilo Pastore

America / Filaura
Alberto Allegrezza

Marte / Austro
Žiga Čopi

Hongheria / Paride / Euro
Mauro Borgioni

Imperio / Giove / Eolo
Giacomo Nanni

Germania / Bacco
Balász Bán

Plutone / Caronte / Sacerdote
José Coca Loza

Nettuno / Cecrope
Federico D. E. Sacchi

Momo
Rocco Cavalluzzi

 


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